Räuchern im Gasgrill: Ausrüstung, Holzarten & Anleitung


Räuchern im Gasgrill

Viele Grillbegeisterte sind der Meinung, dass ein rauchiger Geschmack zu einem richtigen Barbecue einfach dazugehört.

Um diesen zu erzeugen, muss das Grillgut (Fleisch, Fisch und Gemüse) auf eine spezielle Weise geräuchert werden. Dafür benötigen Sie kein teures Zubehör. Im folgenden Beitrag wird erläutert, wie das Räuchern im Gasgrill funktioniert und was es dabei alles zu beachten gilt.

Was ist Räuchern?


Zunächst einmal können Sie zum Räuchern unterschiedliche Holzsorten verwenden. Diese erzeugen einen aromatischen Rauch, der dem Grillgut einen einzigartigen Geschmack verleiht. Früher wurde das Räuchern dafür genutzt, um bestimmte Lebensmittel länger haltbar zu machen. Heute wird das Verfahren dagegen eher genutzt, um Spareribs, Hähnchenbrust, Steaks und anderes Grillgut geschmacklich zu verfeinern.

Hierbei kommen auch einige Kräuter zum Einsatz, die den Lebensmitteln das gewisse Etwas verleihen. Das Grillgut wird beim Räuchern im Gasgrill bei geringer Temperatur sehr langsam gegart und erhält dadurch den besonderen Geschmack.

Welche Ausrüstung braucht man?


Rösle Gasgrill

Sehr komfortabel gelingt das Räuchern in einem sogenannten Smoker. Aber auch wenn Sie einen solchen nicht besitzen, müssen sie nicht auf rauchiges Grill verzichten. Denn auch mit einem normalen Gasgrill von Weber, Rösle oder Broil King können sie dieses erzeugen.

Wichtig ist nur, dass dieser einen Deckel hat. Zum Smoken selber brauchen sie spezielle Holzschnitze, die Woodchips genannt werden und eine sogenannte Smokebox.

Erstere sollten unbedingt unbehandelt und auf keinen Fall im Vorfeld mit Holzschutzmitteln bearbeitet worden sein. Denn diese können unter Umständen zu gesundheitlichen Problemen führen. Auch sollte auf feuchtes und harziges Holz verzichtet werden.

Die Räucherbox


Für zehn bis fünfzehn Euro können Sie im Fachhandel eine sogenannte Räucher-Box erwerben. Das Gerät ist sehr einfach konstruiert. Es besteht aus einem zumeist eckigen Gehäuse und einem Deckel, in dem sich einige Löcher oder Luftschlitze befinden. Letztere leiten den Rauch nach außen und sollten daher unbedingt vorhanden sein.

In der Regel reicht eine Füllung für circa zwanzig Minuten und muss dann erneuert werden.

In das Gehäuse werden einige Woodchips gefüllt, bevor die Räucherbox dann auf die Brenner gegeben wird. Nach einigen Minuten sollte das Holz anfangen zu glühen und auch langsam den ersten Rauch erzeugen.

Die Kaltrauchschnecke


Auch eine sogenannte Kaltrauchschnecke kann zum Räuchern im Gasgrill verwendet werden. Diese können Sie für 15 bis 30 Euro im Fachhandel erwerben. Die Schnecke wird mit einem speziellen Räuchermehl befüllt und hat den Vorteil, dass sie sehr lange Rauch abgibt. Zum kalt Räuchern muss am Anfang nur einmal mit einem Teelicht befeuert werden. Die Kerze entzündet das Mehl und wird entfernt, wenn die Schnecke dann auf den Grill gegeben wird.

Anders als die Smokerbox muss diese in den indirekten Bereich gestellt werden. Dadurch geht wertvolle Grillfläche verloren. Daher sollte genau überlegt werden, ob die Schnecke oder doch eher die Box verwendet werden sollte. Wer einen sehr großen Gasgrill hat, muss sich darüber eher weniger Gedanken machen. In diesem Fall kann er die Räucherschnecke aufstellen und hat dennoch genug Platz für das Grillgut.

Welche Holzart für welches Räuchergut?


Räucherchips

Grundsätzlich eignen sich viele verschiedene Holzsorten zum Smoken im Gasgrill. Somit können Sie einfach ausprobieren, welches ihnen am ehesten zusagt.

Allerdings gibt es einige Holzsorten, die sich besser als andere für bestimmte Lebensmittel eignen, wie zum Beispiel für Zucchini oder Chilis. Sehr beliebt sind Woodchips aus der Eiche und der Buche. Denn sie können für unterschiedliches Grillgut zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel für Forelle, Lachs oder Zander.

Wenn Sie dagegen auch regelmäßig Lammfleisch räuchern wollen, können Sie auch Woodchips aus der Erle, der Kirsche und der Pappel verwenden. Viele Fischsorten schmecken dagegen besonders gut, wenn sie im Vorfeld mit Apfel-, Erlen- oder Mesquite-Holz geräuchert wurden.

Anleitung zum Räuchern mit dem Gasgrill


1. Räucherchips wässern und in die Box einfüllen

Wenn Sie mit einem Gasgrill räuchern wollen, ist eine gute Vorbereitung sehr wichtig. Geben Sie die Woodchips nicht direkt mit zum Fleisch, sondern legen Sie es im Vorfeld für ungefähr eine halbe Stunde in Wasser ein. Nach dieser Zeit sollten sie vollgesogen sein und glühen später besser. Zudem werden sie nicht wie bei einem Holzkohlegrill unmittelbar auf die Glut gegeben.

Besser ist es, die oben erwähnte Räucher-Box zu verwenden und diese dann auf den Rost zu stellen. Wichtig ist auch, dass sie die Räucherchips nach dem Vollsaugen mit Wasser erst gut abtropfen lassen und sie dann erst einfüllen. Denn wenn sie zu nass sind, dauert es unter Umständen zu lange, bis sie glühen und Rauch erzeugen.

2. Grill vorheizen und die Räucher-Box reinstellen

Die Holzchips brauchen eine gewisse Zeit, bis sie glühen und Rauch erzeugen. Daher sollten Sie einige Minuten auf den Rost gelegt werden, solange auf diesem noch kein Grillgut liegt. Hierfür heizen sie den Grill an und stellen die Box darauf, wenn er die gewünschte Temperatur erreicht hat. Wichtig ist, dass der Deckel nun für einige Minuten geschlossen bleibt.

Erst wenn der erste Rauch austritt, können sie ihn wieder öffnen und das Grillgut auf den Rost legen. Beim Räuchern hat die Entfernung der Rauchquelle einen entscheidenden Einfluss auf den späteren Geschmack. Je weiter das Grillgut von dieser entfernt liegt, desto milder ist das Aroma und natürlich auch umgekehrt.

Wenn Sie Fleisch mit einer sehr langen Garzeit räuchern wollen, müssen sie eventuell nach einer gewissen Zeit einige Chips nachlegen. Wann dies notwendig ist, können Sie daran erkennen, wenn der Rauch langsam nachlässt und deutlich dünner wird.

Video: Räuchern / Smoken mit dem Gasgrill


Fazit zu richtig räuchern mit einem Gasgrill


Wenn Sie rauchiges Grillgut mögen, können Sie dieses ganz einfach selber mit einem Gasgrill herstellen. Hierfür brauchen sie kein teures Equipment und müssen nur die oben beschriebenen Tipps beachten. Alternativ zu der Räucher-Box können Sie ein sogenanntes Smokepaket selber bauen und zum Räuchern mit dem Gasgrill verwenden.

Hierfür wickeln Sie die Woodchips ganz einfach in eine doppelte Lage normale Alufolie ein und stechen in diese mit einem Zahnstocher an allen Seiten einige Löcher. Das ist sehr wichtig, damit der Rauch ideal austreten und auf das Grillgut übergehen kann.

Top 3 Gasgrill Modelle im Praxis-Test


Taino Gasgrill 4+0 im Test
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Video: Smokepaket selber bauen


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